12.03.2025: Zurück zur Erde

1. “Beyond the Horizon”

Der Autor Dennis K. Chan hat vor 5 Jahren auch schon  “Beyond the Sun” erfunden und auf den Markt gebracht. Damals waren wir davon sehr angetan. Moritz hatte sogar die gelungene Thematik betont.

In der jetzigen Erfindung sind die Mechanismen gleich geblieben. Wir erforschen Technologien und nutzen sie, um Kohle, Kies & Knete zu machen und weitere Technologien zu erforschen und zu nutzen. Anstelle der Planeten jenseits der Sonne, um die es früher ja noch ein gewisses Gerangel und ein bisschen Interaktion gab, bestellen wir im Schweiße unseres Angesichts unsere Äcker auf dieser unserer Erde, lassen unsere Knechte und Krieger friedlich (!) darauf werkeln, Gebäude, Siedlungen und Städte bauen, und schaffen irgendwann mal die Bedingungen, um das Spiel zu beenden.

Um die Asymmetrie zu fördern bekommt bei Spielbeginn jeder Spieler eine Sondereigenschaft zugeteilt, die ihm bestimmte Aktionen erleichtert oder deren Erträge erhöht. Diese Eigenschaften sollten eigentlich ausbalanciert sein, aber in der Spielergemeinde gibt es dazu ein Geraune, dass dem nicht so sei. Der Autor hat schon dementiert.

Damit Walter in dieser Art von Spielen auch einmal eine Chance haben sollte, schusterten ihm Aaron und Günther die vorgeblich beste Eigenschaft zu, mit der Günther bei seinem letzten Einsatz haushoch gewonnen hatte: Er besaß die Fähigkeit, höhere Technologien zu entdecken, auch wenn er von den zugehörigen Basis-Technologien zuvor nur eine einzige entdeckt hatte.

Doch ohne Moos nix los. Walter investierte sein Geld voreilig in ein Gebäude, und da er im Weiteren auch keines auf der Straße fand, fehlte es ihm an den entscheidenden Stellen, wo er im Vorsprung vor seinen Mitspielern seine Sonderfähigkeit hätte ausspielen können. Dumm gelaufen.

WPG-Wertung: Aaron: 6 (2 Punkte weniger als für „the Sun“. Das Material ist unglücklich: die Plättchen mit der Stärkeangabe fallen reihenweise von den Pöppeln herunter; die Marker für Siedlungen und Städte sind kaum voneinander zu unterscheiden), Günther: 7 (1 Punkt weniger), Moritz: 7 (1 Punkt weniger; ich hatte keinerlei thematisches Gefühl), Walter: 7 (bleibt; ich bin eh schon am unteren Bereich).

2. “Plus-Plus-Minus”

Aaron bastelt mal wieder an einem Spiel. Einem Stichkartenspiel. Schon fast fertig. Eine kleine Design-Schwäche musste noch eliminiert werden.

Durch die vereinten Vorschläge, diese Schwäche auszumerzen, wurde ein ganz anderes Spiel daraus, das leider hinten und vorne nicht mehr funktionierte. Eine reine Verschlimmbesserung.

Fazit: In coram publico lassen sich Fehler erkennen und vielleicht Visionen andeuten, aber kein Design kreieren und wasserdicht machen.

Keine WPG-Wertung für ein Spiel in der Entstehungsphase.

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